Geschichte Bulgariens

Bulgarien hat in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle und von Unterdrückung geprägte Geschichte hinter sich gebracht. Übernahmen die Zaren zwischen 681 und 1018 die Herrschaft und brachten dem Zarenreich seine größte geographische Ausdehnung, so übernahmen im Jahr 1018 die Byzantiner die Gewalt über das Land. Deren Regentschaft weilte bis zum Jahr 1185, als die Stunde des zweiten Zarenreichs schlug - bis zum Jahr 1396. Hier begann das für die Bevölkerung und das Land unheilvolle Kapitel der fast 500 Jahre währenden Osmanischen Fremdherrschaft. Das Leben zu dieser Zeit war, wie man von den Einheimischen unisono erfahren kann, geprägt von Unterdrückung, Diskriminierung und Ausbeutung der bulgarischen Volksgruppen, weshalb auch die Entwicklung der eigenen Kultur und Religion komplett zum Erliegen kam. Das Streben nach Befreiung und Unabhängigkeit brachte im 18. Jahrhundert Ambitionen zur Eigenständigkeit hervor, die sich in der Folge zu einer nationalrevolutionären Bewegung formierten. Nach der kriegerischen Loslösung vom Osmanischen Reich 1878 wird Bulgarien im Folgejahr zum Fürstentum. Nach dem zweiten Weltkrieg wird Bulgarien von den Sowjets besetzt und zur sozialistischen Volksrepublik gewandelt. Das Ende des kommunistischen Patronats wird durch die ersten demokratischen, freien Wahlen im Jahr 1990 eingeleitet. Fortan hat Bulgarien die Staatsform einer Republik, tritt 2004 der Nato und 2007 der Europäischen Staatengemeinschaft bei.

Berühmte Klöster und Museen